17.06.2021 Recycling

Großer Rückbau in Jülich

Vor wenigen Wochen erst hat die Heinsberger A. Frauenrath Recycling GmbH ein anspruchsvolles Rückbauvorhaben inmitten der Jülicher Innenstadt zum Abschluss gebracht. Abgebrochen wurde ein großes Gebäudeensemble mit bis zu fünf Geschossen, bestehend aus einem ehemaligen Wohnhaus, der alten Jülicher Stadthalle inklusive Gaststätte und dem ausgedienten Schulgebäude der Schirmerschule, die längst eine neue Heimat gefunden hat.

Im Auftrag eines privaten Investors haben die Heinsberger Abbruchspezialisten Platz für eine neue Wohnbebauung geschaffen, bei der es sich um ein richtungsweisendes Projekt der Stadtentwicklung handelt: Denn auf dem freien Areal an der Düsseldorfer Straße – so die Planung – wird ein modernes, barrierefreies Wohnquartier entstehen, das speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist.

„Rückbau mit genauer Choreographie“

„Wegen der zentralen Lage mitten im Herzen von Jülich“, berichtet Bauleiter Marcel Eckert, „haben wir natürlich besondere Maßnahmen ergriffen, um die Lärm- und Staubbelästigung für die Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren.“ Während der Abbrucharbeiten war beispielsweise ständig eine Wasserkanone zur Staubbindung im Einsatz. Um die Geräuschkulisse möglichst gering zu halten, folgte der Rückbau zudem einer genauen Choreographie. Denn schließlich ist das bis zu zehnköpfige Frauenrath-Team den Gebäuden mit schwerem Gerät zu Leibe gerückt; schon auf ersten Blick fiel dabei der mächtige Longfront-Bagger Volvo EC380 mit seinem gut 23 m langen Ausleger ins Auge.

Insgesamt wurden bei der umfangreichen Maßnahme rund 30.000 cbm umbauter Raum abgebrochen. Darüber hinaus waren je 2.500 qm asbesthaltige Strukturputze und PCB-haltige Farbanstriche sowie jede Menge Dämmmaterialen und teerhaltige Dachpappen auszubauen und fachgerecht zu entsorgen. Ein großer Teil des mineralischen Bauschutts konnte hingegen durch mobile Aufbereitungstechnik direkt vor Ort aufbereitet und wieder eingebaut werden.